Echter Konditionenwettbewerb
Mehrere Häuser prüfen parallel – das wirkt sich auf Marge, Nebenkosten und Covenants aus.
Finanzierung · Senior Debt
Senior Debt bildet bei vielen Immobilienfinanzierungen die vorrangige Fremdkapitaltranche. Wir holen sie im Wettbewerb ein – statt sie bei der Hausbank zu akzeptieren.
Senior Debt ist die vorrangige, regelmäßig durch Grundpfandrechte besicherte Fremdfinanzierung. Aufgrund der vorrangigen Risikoposition weist Senior Debt typischerweise niedrigere Finanzierungskosten als nachrangiges Kapital auf und gibt über Covenants und Auszahlungsvoraussetzungen den Rahmen für nachrangige Tranchen vor.
Über die Wirtschaftlichkeit entscheidet nicht der Zinssatz allein, sondern das Zusammenspiel aus Auslauf, Tilgungsprofil, Covenants, Auszahlungsvoraussetzungen, Vorfälligkeitsregelung und Verwertungsrechten. Beim Auslauf ist zudem zu unterscheiden, ob er auf den Marktwert (LTV), auf den intern ermittelten Beleihungswert oder bei Entwicklungen auf die Gesamtkosten (LTC) bezogen wird – die Bezugsgröße verändert das Ergebnis erheblich.
Der Kreis möglicher Kapitalgeber ist größer als häufig angenommen: Geschäftsbanken, Sparkassen, Pfandbriefbanken, Versicherer, Versorgungswerke und Debt-Fonds mit bankähnlichen Strukturen. Jedes Haus hat eigene Prüfraster, Objektpräferenzen und Regionalschwerpunkte.
Vorteile
Mehrere Häuser prüfen parallel – das wirkt sich auf Marge, Nebenkosten und Covenants aus.
Kalkulation, Mieterliste, Cashflow und Sensitivitäten werden so aufbereitet, wie Kreditausschüsse sie benötigen.
Nicht der Zins allein zählt: DSCR, LTV-Trigger, Cash-Sweep und Nachschussregelungen werden mitverhandelt.
Zugang zu Banken, Versicherern, Versorgungswerken und Debt-Fonds mit unterschiedlichen Risikoprofilen.
Ein geführter Prozess verhindert Leerlauf zwischen Gutachten, Due Diligence und Gremienterminen.
Die vorrangige Tranche wird von Beginn an mit nachrangigem Kapital oder Equity zusammen gedacht.
Ablauf
Bewertung von Lage, Cashflow, Mietvertragsstruktur und Bonität des Kreditnehmers.
Festlegung von Volumen, Struktur, Zinsbindung und Kapitalgeberkreis.
Gezielte, parallele Ansprache geeigneter Häuser mit vollständigen Kreditunterlagen.
Gegenüberstellung von Marge, Gebühren, Auslaufgrößen, Covenants und Vorfälligkeitsregelungen.
Begleitung durch Kreditausschuss, Vertragsverhandlung und Valutierung.
Aus der Praxis
Wer zwei Angebote einholt, vergleicht zwei Prüfraster. Wir sprechen mehrere Häuser parallel an – Banken, Versicherer, Versorgungswerke, Debt-Fonds. Erst dadurch werden Marge, Gebühren und Covenants überhaupt vergleichbar.
LTV bezieht sich auf den Immobilienwert, der Beleihungsauslauf im engeren Sinne auf den intern ermittelten Beleihungswert, LTC auf die Gesamtkosten. Zwei Angebote mit identischer Prozentzahl können damit völlig unterschiedliche Kreditbeträge bedeuten.
Über die Marge wird gesprochen, über LTV-Trigger, DSCR-Schwellen, Cash-Sweep und Nachschussregelungen seltener. Genau dort entstehen die Probleme, wenn sich ein Projekt verzögert.
Kreditausschüsse lesen in ihrem eigenen Raster. Wenn Cashflow, Sensitivitäten und Sicherheitenübersicht so aufbereitet sind, wie das Haus sie ohnehin benötigt, verkürzt das die Beschlussfassung.
Energetischer Standard, Zertifizierung und Sanierungsfahrplan gehören inzwischen regelmäßig zum Prüfraster der Kapitalgeber. Wie stark sich das auf die Kondition auswirkt, unterscheidet sich von Haus zu Haus.
Fragen
Die dargestellten Strukturen dienen der allgemeinen Information. Verfügbarkeit, Auslauf, Laufzeit, Pricing, Sicherheiten und weitere Konditionen hängen von Objekt, Kreditnehmer, Marktumfeld und konkreter Finanzierung ab. Angaben stellen keine Finanzierungszusage dar.
Ebenfalls relevant
In der Praxis endet fast jede Struktur als Kombination. Das sind die Bausteine, die wir am häufigsten mischen.
Senden Sie uns Ihre Eckdaten – wir antworten mit einer belastbaren Ersteinschätzung.