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Asset Klassen · Serviced Apartments

Serviced Apartments & Boardinghäuser

Fox Capital begleitet Eigentümer und Projektentwickler beim Verkauf von Serviced Apartments, Boardinghäusern und Apartment-Häusern an spezialisierte Fonds, institutionelle Investoren, Family Offices, Betreiber und Living-Plattformen.

Die Fox Capital GmbH ist eine unabhängige, inhabergeführte Beratung für Immobilientransaktionen, Finanzierung, Corporate Finance und M&A. Beim Verkauf von Serviced Apartments begleiten wir Bestandsobjekte, Neubauten und Projektentwicklungen ab einem Transaktionsvolumen von 10 Mio. Euro – als Einzelobjekt oder Portfolio, off-market oder im strukturierten Bieterverfahren.

Serviced Apartments liegen zwischen Hotel und Wohnen. Käufer bewerten deshalb nicht nur Lage und Fläche, sondern Aufenthaltsdauern, Belegung, die Zusammensetzung der All-in-Entgelte, die Betriebskostenstruktur und die Art des Betriebs – Eigenbetrieb, Managementvertrag oder Pacht.

Der Käuferkreis ist spezialisiert. Eine breit gestreute Vermarktung erzeugt Anfragen, aber nicht automatisch belastbare Gebote. Entscheidend ist die gezielte Ansprache der Adressen, deren Ankaufsprofil zu Standort, Produktgröße und Betreiberstruktur passt.

Worauf wir zuerst schauen

  • Zielgruppen und Aufenthaltsdauern: kurz, mittel, lang
  • Belegung, Preis je Nacht und Erlös je verfügbare Einheit
  • All-in-Entgelte und ihre Überleitung in den Netto-Cashflow
  • Betriebskostenstruktur, Personaleinsatz und Serviceumfang
  • Betreibermodell: Eigenbetrieb, Managementvertrag oder Pacht
  • FF&E-Zustand, Ersatzzyklen und daraus folgender CapEx-Bedarf

Kennzahlen

Transaktionsvolumen
ab 10 Mio. €
Objekte
Serviced Apartments, Boardinghäuser, Apartment-Häuser
Typische Käufer
Living-Fonds, Institutionelle, Family Offices, Betreiber
Bewertungsbasis
Nachhaltiger Ertrag aus Betrieb und Vertrag
Vermarktung
Off-market oder Bieterverfahren
Objekt besprechen

Werttreiber

Was hier den Preis bestimmt

01

Aufenthaltsdauer steuert die Kostenbasis

Längere Aufenthalte senken Neuvermietungs- und Serviceaufwand, kürzere können höhere Entgelte je Nacht erreichen, binden dafür aber mehr Personal. Käufer prüfen deshalb, welche Aufenthaltsdauer ein Objekt tatsächlich erreicht – und welche Kosten damit verbunden sind.

02

Erlös je verfügbare Einheit

Für den Wert ist weniger die Quadratmetergröße als der Ertrag je Apartment und je verfügbarer Nacht maßgeblich. Belegung, Preisniveau und zusätzliche Erlöse aus Service, Reinigung oder Nebenkostenpauschalen sollten getrennt ausgewiesen werden, damit ein Investor die Rechnung nachvollziehen kann.

03

Schlanke Kostenstruktur ist kein Selbstläufer

Der Vergleich mit einem Vollhotel wird schnell gezogen. Welche Services tatsächlich erbracht, bepreist und bezahlt werden, entscheidet über den nachhaltigen Ertrag – und darüber, ob die ausgewiesene Marge im Betrieb hält.

04

Betreiber und Vertrag

Eigenbetrieb, Managementvertrag oder Pacht verändern das Risikoprofil grundlegend. Restlaufzeit, Vergütungsmodell, Kündigungs- und Change-of-Control-Rechte, Reporting und Datenzugang sind vor Vermarktungsstart zu klären; die rechtliche Beurteilung im Einzelfall gehört zu qualifizierten Rechtsanwälten.

05

Standort und Nachfrage

Nähe zu Arbeitsplatzclustern, Messe- und Konferenzstandorten, ÖPNV und Fernverkehr sowie Krankenhaus- und Projektstandorte bestimmen, welche Zielgruppen ein Objekt realistisch erreicht. Die Alltagsinfrastruktur beeinflusst, wie lange Gäste und Mieter bleiben.

06

Wohnnutzung als zweite Nutzungsperspektive

Apartment-Häuser mit wohnähnlichem Zuschnitt, eigenen Küchen und langer Aufenthaltsdauer lassen sich eher als Wohnen oder Micro Living weiternutzen. Diese Flexibilität verbreitert den Käuferkreis und kann einen Abschlag für die Betreiberabhängigkeit begrenzen.

Ablauf

So läuft ein Verkauf in diesem Segment

  1. Schritt 01

    Objektprüfung

    Aufnahme von Unit-Liste, Belegung, Aufenthaltsdauern, Kostenstruktur, Betreibermodell, Baurecht und technischem Zustand.

  2. Schritt 02

    Bewertung und Positionierung

    Marktnahe Bewertung auf Basis des nachhaltigen operativen Ertrags sowie Definition von Zielgruppe und passendem Käuferkreis.

  3. Schritt 03

    Strukturentscheidung

    Asset oder Share Deal, Off-Market oder Bieterverfahren – abgestimmt auf Zeitplan, Vertraulichkeit und steuerliche Prüfung durch Ihre Berater.

  4. Schritt 04

    Anonymisierter Teaser und Ansprache

    Gezielte, diskrete Ansprache von Adressen, die im Living- und Hospitality-Segment tatsächlich ankaufen.

  5. Schritt 05

    NDA und Datenraum

    Vollständiger, indexierter Datenraum nach Unterzeichnung der Vertraulichkeitsvereinbarung.

  6. Schritt 06

    Angebote, Due Diligence und Closing

    Vergleich von Preis und Vollzugssicherheit, Steuerung der Due Diligence bis zur Beurkundung.

Aus der Praxis

Was uns in echten Deals begegnet

Zielgruppe nicht definiert

Ein Objekt, das gleichzeitig Student Housing, Serviced Apartment und klassisches Wohnen sein soll, wirkt auf spezialisierte Investoren wenig belastbar. Die Antwort auf die Frage, wer dort warum wohnt, gehört an den Anfang der Unterlage.

Erlöse und Kosten vermischt

Wer nur ein All-in-Entgelt zeigt, ohne die Kosten zu überleiten, lässt den Käufer im Ungewissen. Fehlt außerdem eine FF&E-Planung, wird der künftige Ersatzbedarf vom Käufer häufig pauschal in Abzug gebracht.

Vertragliche Unklarheiten

Ein Management- oder Pachtvertrag, dessen Vergütung, Laufzeit, Kündigungsrechte und Übertragbarkeit nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, verschiebt die Verhandlung in die Due Diligence – und dort häufig auf die Preisseite.

Auslastung ohne Saisonalität

Ein Jahresdurchschnitt verdeckt monatliche Schwankungen. Käufer prüfen deshalb die Monatsbetrachtung mit Aufenthaltsdauern und Preisentwicklung; fehlt sie, lässt sich der Ertrag nicht belastbar nachvollziehen.

Fragen

Was Eigentümer uns fragen

Die Punkte, die Eigentümer vor einem Mandat ansprechen – so beantwortet, wie wir es im Erstgespräch tun.

Wer kauft Serviced Apartments?

Je nach Größe und Struktur sind Living- und Hospitality-Fonds, institutionelle Investmentmanager, Family Offices, Private Equity, spezialisierte Living-Plattformen, Joint Ventures sowie Betreiber mit eigenem oder verbundenem Kapital relevant. Bei größeren Beständen gewinnt die Plattformfähigkeit an Bedeutung, weil ein Investor dann nicht nur ein Objekt, sondern ein wiederholbares Produkt erwirbt.

Wie werden Serviced Apartments bewertet?

Grundlage ist in der Regel der nachhaltige operative Ertrag: Entgelte aus Belegung und Preisniveau zuzüglich Zusatzerlöse, abzüglich der tatsächlich erforderlichen Betriebs-, Personal-, Service- und Instandhaltungskosten sowie der Rücklagen für FF&E und CapEx. Bei gepachteten oder gemanagten Objekten kommen Vertragslaufzeit, Vergütungsmodell und Betreiberbonität hinzu. Ob ein Objekt wohnwirtschaftlich oder als Beherbergung eingeordnet wird, beeinflusst die Prüflogik des Käufers; die Beurteilung im Einzelfall gehört zu qualifizierten Fachberatern.

Welche Kennzahlen prüfen Investoren?

Im Vordergrund stehen Belegung über das ganze Jahr, durchschnittliche Aufenthaltsdauer, Entgelt je Nacht oder je Monat, Erlös je verfügbare Einheit, die Kostenquote je Servicebereich, Personal- und Reinigungsaufwand sowie der FF&E- und CapEx-Bedarf. Bei Pachtmodellen ergänzen Pachtdeckung und Restlaufzeit das Bild.

Was unterscheidet Serviced Apartments von Micro Living?

Beide Produkte sind operativ geprägt. Micro Living zielt auf kleine, möblierte Einheiten für mobile Zielgruppen mit zum Teil kurzen Mietdauern, Serviced Apartments und Boardinghäuser stärker auf Gäste und Mieter mit kurzen bis mittleren Aufenthaltsdauern und einem definierten Serviceumfang. Für den Verkauf entscheidet, welche Zielgruppe ein Objekt tatsächlich erreicht und welche Kosten dieser Betrieb verursacht.

Kann ein Apartment-Haus off-market verkauft werden?

Ja. Gerade bei laufendem Betrieb ist ein Off-Market-Verkauf an wenige geprüfte Adressen häufig sinnvoll, weil er Unruhe bei Gästen, Mietern, Personal und Betreiber vermeidet. Ein anonymisierter Teaser geht nur an passende Adressen, Details folgen erst nach NDA. Ein strukturiertes Bieterverfahren erzeugt mehr Preiswettbewerb, setzt aber einen ausreichend großen Käuferkreis und eine vollständige Vorbereitung voraus.

Unterlagen

Welche Unterlagen Käufer benötigen

  • ›Unit-Liste mit Flächen, Ausstattungskategorien, Küchenstatus und Miet- beziehungsweise Übernachtungspreisen
  • ›Monatliche Belegung, Aufenthaltsdauern und Preis je Nacht über 24 bis 36 Monate
  • ›Überleitung der Bruttoerlöse in das operative Ergebnis, aufgeschlüsselt nach Services, Nebenkosten und Pauschalen
  • ›Operative Kosten je Einheit, einschließlich Personal, Reinigung, Wäsche, Facility Management und weiterer Services wie Frühstück
  • ›Gäste- oder Mieterstruktur nach Zielgruppe, Vertragsart und Verweildauer
  • ›Management-, Pacht- oder Betreibervertrag mit Vergütung, Laufzeit, Nachträgen und Kündigungsregelungen
  • ›FF&E-Inventar mit Alter, Ersatzzyklus, Rücklagen und vertraglicher Zuordnung
  • ›Baurechtliche Einordnung (Wohnen oder Beherbergung), Grundbuch, Gutachten und Energieausweis

Denken Sie über einen Verkauf in dieser Assetklasse nach?

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