Investoren
Club Deal statt Alleingang
Governance, Waterfall, Call- und Put-Rechte: Wie mehrere Investoren ein Objekt gemeinsam halten – und welche Fälle vorab geregelt gehören.
Club Deals funktionieren gut, solange alles nach Plan läuft. Anspruchsvoll wird es beim ersten Nachschussbedarf oder wenn ein Gesellschafter ausscheiden möchte. Für diese Fälle wird die Dokumentation geschrieben – ihre rechtliche Ausgestaltung gehört in die Hand der beteiligten Rechtsberater.
Hinweis: Die nachfolgenden Ausführungen geben einen allgemeinen Überblick über mögliche Transaktionsstrukturen und damit verbundene Fragestellungen. Sie stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Die konkreten rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen sollten für die jeweilige Transaktion durch die entsprechenden Fachberater geprüft werden.
Governance vor Wirtschaft
Die wirtschaftlichen Eckpunkte sind meist schnell geklärt. Diskussionen entstehen bei der Frage, wer entscheidet: über Verkauf, Refinanzierung, größere Investitionen, Wechsel des Verwalters. In der Praxis bewährt sich ein abgestufter Katalog mit einfacher Mehrheit für das Laufende und qualifizierter Mehrheit für die wenigen existenziellen Themen.
Ein Patt sollte auflösbar sein. Ohne Mechanismus – etwa Sachverständigenentscheid, Shoot-out oder Verkaufsautomatik nach Frist – kann ein einzelner Gesellschafter Entscheidungen lange blockieren.
Der Nachschussfall
Der häufigste Konflikt. Ein Teil der Gesellschafter kann und will nachschießen, ein anderer nicht. Ohne vorherige Regelung entsteht Diskussionsbedarf über Bewertung und Verwässerung, meist zum ungünstigsten Zeitpunkt.
Verbreitet sind vorab definierte Verwässerungsmechaniken mit Zuschlag für den nachschießenden Gesellschafter, kombiniert mit einem befristeten Nachkaufrecht. Wirksamkeit und Reichweite solcher Regelungen hängen von der konkreten Ausgestaltung ab und sollten rechtlich geprüft werden.
- Waterfall inklusive Hurdle und Catch-up vollständig durchrechnen, nicht nur beschreiben
- Tag-along und Drag-along ab definierter Schwelle
- Ausstiegsfenster mit Vorerwerbsrechten der Mitgesellschafter
Wer den Deal führt
Ein Club Deal braucht einen Lead, der operativ entscheidet und dafür vergütet wird. Gleichberechtigung ohne Führung führt zu langsamen Prozessen – und in Ankaufssituationen ist Geschwindigkeit ein Wettbewerbsfaktor.
Kurz gesagt
Die Club-Deal-Dokumentation wird für den Konfliktfall geschrieben. Nachschuss, Patt und Ausstieg gehören vor dem Ankauf besprochen und rechtlich ausgestaltet.
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Rechtlicher und steuerlicher Hinweis
Die auf dieser Website enthaltenen Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information zu Immobilien-, Finanzierungs- und Unternehmenstransaktionen. Sie stellen keine Rechts-, Steuer- oder sonstige individuelle Fachberatung dar und können eine auf den konkreten Einzelfall bezogene Beratung durch entsprechend qualifizierte Rechtsanwälte, Steuerberater oder andere Berufsträger nicht ersetzen.
Rechtliche und steuerliche Auswirkungen einer Transaktion hängen insbesondere von ihrer konkreten Struktur, den beteiligten Parteien, bestehenden Verträgen sowie den jeweils geltenden gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen ab. Entsprechende Fragestellungen sollten daher vor einer Entscheidung individuell durch die jeweils zuständigen Fachberater geprüft werden.
Fox Capital erbringt im Rahmen der auf dieser Website dargestellten Inhalte keine Rechts- oder Steuerberatung.
