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Checkliste · Wohnen

Wohnportfolio verkaufen – ohne Überraschungen in der Due Diligence.

Mietermittlung, Mietpotenzial, ESG und Rechtsrisiken bestimmen den Faktor. Über 60 Prüfpunkte für Eigentümer und Bestandshalter.

Checkliste · Wohnen

Was institutionelle Käufer bei Wohnen zuerst prüfen

  1. 1Die Mietaufstellung ist Ihr wichtigstes Dokument. Ist-Miete je Einheit, Fläche, Vertragsbeginn, Staffel- oder Indexmiete, Kaution, Leerstand – konsistent zu Mietverträgen und Buchhaltung.
  2. 2Das Mietpotenzial muss belegbar sein, nicht behauptet. Vergleichsmieten, Mietspiegel, Kappungsgrenze, Mietpreisbremse und Modernisierungsumlage bestimmen, wie viel Reversion ein Käufer tatsächlich einpreist.
  3. 3Nicht umlagefähige Kosten drücken den Faktor. Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfallwagnis pro Quadratmeter gehören transparent aufbereitet – Käufer rechnen ohnehin mit eigenen Ansätzen.
  4. 4ESG ist Preisbestandteil geworden. Energieausweis, Heizungstechnik, Baujahresklasse und der CRREM-Pfad entscheiden, ob ein Core-Investor überhaupt bieten darf.
  5. 5Rechtliche Fallstricke früh ausräumen. Milieuschutz, kommunale Vorkaufsrechte, Belegungsbindungen, Teilungserklärung und laufende Verfahren kippen Prozesse häufiger als der Preis.
  6. 6Portfolio oder Einzelverkauf ist eine strategische Entscheidung. Bündelung bringt institutionelle Käufer und Geschwindigkeit, Aufteilung oft einen höheren Gesamterlös bei längerer Laufzeit und mehr Aufwand.
  7. 7Sprechen Sie die richtige Käufergruppe an. Wohnungsunternehmen, Versorgungswerke, Family Offices und Bestandshalter mit Wertschöpfungsstrategie bewerten dasselbe Portfolio unterschiedlich.
  8. 8Vollständigkeit schlägt Hochglanz. Ein geordneter Datenraum verkürzt die Due Diligence um Wochen – und Wochen sind im Zinsumfeld bares Geld.
Prüfpunkte
60+
Themenblöcke
6
Ticketgröße
10 – 400 Mio. €

Im Dokument

Diese Fragen kommen im ersten Investorencall

  • Wie hoch ist die Ist-Miete je Quadratmeter, und wie groß ist der Abstand zur Marktmiete?
  • Welche Einheiten sind kurzfristig neu vermietbar, welche langfristig gebunden?
  • Wie hoch ist der Instandhaltungsrückstau, und welche Maßnahmen stehen konkret an?
  • Gibt es Milieuschutz, Belegungsbindungen oder kommunale Vorkaufsrechte?
  • Wie sieht die energetische Situation aus – Ausweis, Heizung, Sanierungsfahrplan?
  • Asset Deal oder Share Deal – und welche steuerliche Historie bringt die Objektgesellschaft mit?

Checkliste

Über 60 Prüfpunkte – gegliedert nach Themenblöcken

Diese Liste arbeiten wir vor jeder Ansprache mit dem Eigentümer ab. Die vollständige Fassung mit Erläuterungen erhalten Sie als PDF.

01

Bestand und Mietsituation

  • Aktuelle Mietaufstellung je Einheit mit Fläche und Vertragsdatum
  • Sämtliche Mietverträge inklusive Nachträge
  • Staffel- und Indexmieten, letzte Mieterhöhungen
  • Leerstand, Leerstandsgründe und Vermietungshistorie
  • Mietrückstände, Mahnverfahren, Räumungsklagen
  • Kautionen und deren Verwahrung
  • Gewerbeanteil und dessen Vertragslage
02

Mietpotenzial und Wertschöpfung

  • Vergleichsmieten und Mietspiegeleinordnung
  • Mietpreisbremse, Kappungsgrenze, ortsübliche Vergleichsmiete
  • Fluktuationsrate und realistische Reversion pro Jahr
  • Modernisierungspotenzial und umlagefähige Maßnahmen
  • Dachgeschossausbau, Nachverdichtung, ungenutztes Baurecht
  • Aufteilungspotenzial nach WEG und dessen Restriktionen
03

Kosten und Bewirtschaftung

  • Nicht umlagefähige Kosten je Quadratmeter und Jahr
  • Betriebskostenabrechnungen der letzten drei Jahre
  • Verwaltervertrag, Kündigungsfristen, Vergütung
  • Instandhaltungsaufwand historisch und geplant
  • Wartungsverträge und Dienstleisterstruktur
  • Versicherungen, Schadenhistorie, Selbstbehalte
04

Technik, Zustand und ESG

  • Energieausweis je Gebäude und Verbrauchsdaten
  • Heizungsart, Alter, Austauschpflicht nach GEG
  • Dach, Fassade, Fenster, Steigleitungen – Zustand und Restnutzungsdauer
  • Elektrik, Brandschutz, Trinkwasserprüfung nach TrinkwV
  • Instandhaltungsrückstau beziffert und priorisiert
  • CRREM-Pfad und Stranding-Risiko
  • Sanierungsfahrplan mit Kosten und Zeitachse
05

Recht und Öffentliches Baurecht

  • Grundbuchauszüge, Lasten, Dienstbarkeiten, Baulasten
  • Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Abgeschlossenheit
  • Milieuschutz und Erhaltungssatzung
  • Kommunale Vorkaufsrechte und Abwendungserklärungen
  • Belegungsbindungen und Förderdarlehen
  • Denkmalschutz und Auflagen
  • Laufende Verfahren, Nachbarstreitigkeiten, Altlastenverdacht
06

Struktur, Prozess und Vermarktung

  • Asset Deal oder Share Deal inklusive Steuerhistorie der Objektgesellschaft
  • Grunderwerbsteuer, Spekulationsfrist, gewerblicher Grundstückshandel
  • Bestehende Finanzierung: Vorfälligkeit oder Schuldübernahme
  • Anonymisierter Teaser und Exposé mit belastbaren Kennzahlen
  • Strukturierter, indexierter Datenraum
  • Zielkäuferliste, NDA-Prozess, Prozessbrief mit Zeitplan
  • Kaufpreismechanik, Garantiekatalog, Closing-Bedingungen

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